20.02.2026 - Sprechstunde mit der Polizei - Kampf dem Telefonbetrug

Tatsächlich ist Telefonbetrug ein wachsendes Sicherheitsrisiko, bei dem Kriminelle durch Schockanrufe, falsche Polizisten oder Enkeltricks Bargeld und Wertsachen erbeuten. Betrüger erzeugen hohen Druck, nutzen oft Stimmen, die einem bekannt vorkommen, aber durch Künstliche Intelligenz entstanden sind, und gefälschte Telefonnummern (Spoofing). Oberste Regel: Bei verdächtigen Anrufen sofort auflegen, keine Daten preisgeben und die 110 anrufen. 

Typische Maschen:

  • Schockanrufe: Es wird ein Unfall oder eine Notlage vorgetäuscht, um Bargeld oder Schmuck zu fordern.
  • Falsche Polizisten: Täter nutzen die Nummer 110 (Call-ID Spoofing) und fordern Auskünfte über Vermögenswerte.
  • Enkeltrick: Der Anrufer gibt vor, ein Verwandter in Geldnot zu sein.
  • Gewinnversprechen/Anzeigenbetrug: Forderung von Gebühren für angebliche Gewinne oder Vertragsabzocke (Ja-Wort-Falle). 

Schutzmaßnahmen:

  • Auflegen: Legen Sie sofort auf, wenn Ihnen ein Anruf merkwürdig vorkommt, etwa wenn der Anrufer Geld von Ihnen fordert oder erbittet, egal welche Geschichte Ihnen erzählt wird.
  • Keine Informationen: Geben Sie am Telefon niemals persönliche oder finanzielle Daten wie die Bankverbindung preis.
  • Misstrauen: Die Polizei oder Banken fordern niemals am Telefon Geld oder Wertsachen.
  • Rückruf: Rufen Sie bei Zweifeln die Institution (Polizei, Bank) unter der offiziellen Nummer selbst an – nicht über die Rückruffunktion.
  • Schutzfunktion: Nutzen Sie die Spam-Erkennung Ihres Anbieters. 

Wenn Sie Opfer geworden sind, erstatten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei.

Sie wollen mehr wissen? Dann besuchen Sie die Polizeisprechstunde. In der Stadtbibliothek Delitzsch am 25. Februar, Beginn: 16 Uhr. Hauptkommissar Stephan Jentzsch steht den Besucherinnen und Besuchern als Ansprechpartner zur Verfügung. Ein besonderer Schwerpunkt der Sprechstunde liegt auf dem Thema Schutz vor Telefonbetrug.

Polizeihauptkommissar Jentzsch informiert über gängige Betrugsmaschen und gibt praktische Tipps, wie man sich vor entsprechenden Straftaten schützen kann.
Darüber hinaus haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, alle weiteren Fragen und Anliegen rund um das Thema Sicherheit persönlich anzusprechen.
Die Teilnahme an der Polizeisprechstunde ist kostenfrei.