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02.01.2019  -  2,2 Millionen investiert – WBG macht Wohnungen in Rackwitz flott - LVZ Artikel

Delitzsch/Rackwitz. Die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Aufbau Delitzsch hat eine der ganz großen Investitionen noch Ende 2018 umgesetzt – und damit das Wohnumfeld ihrer Mitglieder in Rackwitz wesentlich und auch nach außen sichtbar verbessert. Der ehemalige WBS-70-Block in der Schladitzer Straße besticht nicht nur durch seine neue farbliche Gestaltung, auch der Anbau von insgesamt 15 Balkonen komplettiert das Bild. Die in Leichtbauweise errichteten Balkone unterscheiden sich zwar zu den bisherigen, bieten aber den Mietern der Wohnungen erstmals die Möglichkeit, einen neuen Freiraum zu nutzen.

Insgesamt investiert die WBG 2,2 Millionen Euro in den Wohnungsbestand am Standort Rackwitz. „Das ist für uns als Genossenschaft ein sehr bedeutender Betrag“, stellt Vorstandsmitglied Kai Hofmeier klar. Das Geld floss unter anderem in die Komplettsanierung von zu Beginn der Bauarbeiten 41 leerstehenden Wohnungen. Das Ziel: Die WBG will attraktiven Wohnraum – in Rackwitz sind es Ein- bis Vier-Raum-Wohnungen – zu erschwinglichen Mieten anbieten, um insbesondere „die Leerstandsquote in diesem Bereich deutlich und nachhaltig zu senken“, betont Hofmeier. Insgesamt besitzt die WBG 193 Wohnungseinheiten in Rackwitz.

Seit 2016 bewohnt Annie Brückner eine Wohnung in der Schladitzer Straße. Die 28-Jährige ist froh, dass die Bauarbeiten abgeschlossen sind. Zwar wurde in ihren Räumen vergleichsweise wenig gemacht, aber die Strangsanierung, die Erneuerung aller Medien, hat sie, wie auch alle andern Mieter, betroffen. Über die vielen Monate sei das schon eine Belastung gewesen, obgleich WBG und Baufirma diese versuchten, so gering wie möglich zu halten. Bei Problemen hatten die Mieter einen Ansprechpartner vor Ort.

Die Rackwitzerin lebt mit ihrer vierköpfigen Familie in einer Fünf-Raum-Wohnung. „Ich bin froh, dass mir die WBG diese anbieten konnte.“ Tatsächlich hat die Genossenschaft dafür eigens zwei Wohnungen zu einer vereinigt. „Dort, wo es möglich, der Bedarf da und es auch wirtschaftlich vertretbar ist, gehen wir diesen Schritt“, heißt es aus der Genossenschaft. Es sei aber eher die Ausnahme als die Regel.

Mit den in Rackwitz angebotenen Wohnungen zielt die Genossenschaft auf junge Familien, aber auch auf Studenten ab, die sich Wohnraum gleicher Größe in Leipzig nicht leisten wollen oder können. „Wir werben intensiv unter anderem an den Hochschulen und Universitäten der Messestadt“, sagt Hofmeier. Dazu benutze die Wohnungsbaugenossenschaft viele Kanäle, auch soziale Medien. Im Vorstand als auch im Aufsichtsrat sei man davon überzeugt, dass Bedarf da ist. Die Verkehrsverbindung könnte zudem nicht besser sein. „In zehn Minuten erreicht man von Rackwitz aus das Leipziger Zentrum“, nennt Hofmeier nur ein Argument. Aber auch die sanierten Wohnungen in der Schladitzer Straße selbst und auch jene in der Loberstraße können sich sehen lassen. Die Bäder sind mit Dusche oder Badewanne ausgestattet, es gibt einen Balkon und Jalousien an allen Fenstern. Die Wohnungen strahlen hell. Ein Teil wurde Mietern der Buschenauer Straße angeboten. Weil ihr Block abgerissen werden soll, nutzten die meisten die Chance des Umzuges. „Wir haben dennoch Wohnungen, die wir gern anbieten“, sagt Hofmeier und verweist auf dem Internetauftritt der Genossenschaft.