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13.02.2020  -  Delitzsch wird bunter - LVZ-Artikel vom 13.02.2020

Große Neubauten sind nicht geplant. Vielmehr geht es der Aufbau-Genossenschaft darum, die bestehenden Objekte noch attraktiver zu gestalten. Rund 1900 Wohnungen gehören zur Genossenschaft. Für 365 von ihnen wird es in diesem Jahr die Umstellung der alten Heizversorgung auf ein für Delitzsch neues Fernwärmeprodukt in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken geben. Gerade wurde das Rohrleitungssystem ertüchtigt und es werden Stationen in den Kellern der Häuser im sogenannten "alten" Norden gebaut. Nach Abschluß der Heizperiode gibt es dann neue Wärmetauscher in den fast 400 Wohnungen. "Wir wollen möglichst wenig Belastung für unsere Mieter", erklärt Geschäftsführerin Anette Bialas. Das Projekt insgesamt sei eine Herausforderung, aber auch ein Schritt in die Zukunft. "Wir sind unseren Mietern dankbar für das Verständnis und die Geduld, die sie bei allen Bauprojekten beweisen", sagt Anette Bialas. Im Sinne der Mieter und der Genossenschaft wird so auch ein für dieses Jahr angedachter Abriss verschoben, um Zeit zu haben, den Mietern adäquaten Ersatz zu bieten. 2021 soll es dann auch im Osten mit der Umstellung der Heizungsversorgung in den Aufbau-Objekten begonnen werden. Die Aufbau-Genossenschaft wird ab diesem Jahr zudem noch präsenter im Delitzscher Stadtbild. Bis 2025 sind jährliche Maßnahmen zur farblichen Gestaltung von Fassaden vorgesehen. Dabei wird es so wie jüngst in der Gellert-Straße im Delitzscher Norden auch immer wieder Fassaden mit Motiven geben, die zum Beispiel die Historie sowie die Gegenwart des Unternehmens zeigen. Insgesamt werden die Fassaden erneuert, kommen eventuell auch Balkonbauten hinzu. "Die Fassaden werden sich von Objekt zu Objekt unterscheiden, insgesamt geht es uns um eine moderne und zeitlose Gestaltung", sagt Anette Bialas.

An einem Block im Delitzscher Osten wird es in den nächsten Jahren neben Balkonanbau eventuell auch zu Grundrissänderungen kommen. Überstürzen will die Genossenschaft allerdings nichts bei einem etwa zwei Millionen Euro an Investitionen umfassenden Projekt: "Wir nehmen und geben uns die Zeit, ordentlich zu planen und zu kalkulieren", betont Kai Hofmeier vom Vorstand. Immerhin stehe über allem der Genossenschaftsgedanke und das verantwortungsbewusste Umgehen mit den Mitteln der Mitglieder, so Kai Hofmeier weiter.

2020/21 wird die Genossenschaft insgesamt 4,5 bis 5 Millionen Euro investieren, etwa die Hälfte davon in diesem Jahr. Bedenken muss man dabei auch, dass jährlich in die Herrichtung von 100 bis 140 Wohnungen zur Neuvermietung investiert wird. Etwa eine Million Euro jährlich schlagen damit zu Buche.