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05.06.2020  -  Mehr Anschluss ans Fernwärme-Netz

In 364 Genossenschafts-Wohnungen werden die alten Gasthermen ausgebaut und neue Wärmeanlagen eingebaut.

Delitzsch. Um die alten Gasthermen zu demontieren und die neuen Leitungsstränge für die Fernwärme in den Schornstein zu legen, steht derzeit ein Kran in der Delitzscher Mittelstraße. Insgesamt sollen 16 Altneubau-Blöcke im Quartier zwischen Bitterfelder, Luxemburg, Schulze-Delitzsch-Straße und Karl-Marx-Platz den Anschluss ans Fernwärmenetz erhalten. Die Stadtwerke haben seit vorigem Jahr alle nötigen Erschließungsleitungen verlegt. Die Umstellung in den einzelnen Häusern läuft seit Ende der heizungsfreien Saison. Die Wohnungsbaugenossenschaft „Aufbau“ (WBG) und die Stadtwerke Delitzsch (SWD) schließen gemeinsam 364 Wohnungen ans Fernwärmenetz an . Aber es sind nicht alle begeistert: Die Arbeiten seien schlecht organisiert, meldete sich ein Senior in der LVZ-Redaktion. Gerade in Corona-Zeiten gehen Handwerker in der Wohnung aus und ein. Zudem fragt er sich: Wer bezahlt das am Ende? Die Handwerker sind angewiesen, die Bestimmungen und Abstände einzuhalten, erklärt WBG-Geschäftsführerin Anette Bialas auf LVZ-Nachfrage. „Die meisten Mieter sind vernünftig und lassen sie in Ruhe allein in einem Raum arbeiten.“ Es wird immer ein Aufgang bearbeitet. Für eine Seite sind jeweils zwei Tage veranschlagt, dazu noch die Inbetriebnahme. Macht circa eine Woche für einen Aufgang, dann ist der Fernwärme-Anschluss, ist wieder warmes Wasser da. In der Wohnung selbst nimmt die bisherige Gastherme in etwa den Platz eines Hängeschrankes ein. An diese Stelle kommt nun die Wärmetauscher-Station in ähnlicher Größe. Der Anschluss sei die iwirtschaftlichste Lösung, erläutert SWD-Geschäftsführer Robert Greb. Die Stadtwerke erzeugen im einige Hundert Meter entfernten gasbetriebenen Blockheizkraftwerk ausreichend Wärme. Kommentar